Die EFAS

Pastorin vor Kirche

 

Mehr als 220.000 Menschen in Deutschland arbeiten für die evangelische Kirche – ob als Pastorin, Sachbearbeiter, Kirchenmusikerin oder Küster. Ziel der Evangelischen Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz (EFAS) ist es, dass die Mitarbeitenden aller Landeskirchen gut und sicher arbeiten können. Deshalb hat die EKD 1997 die EFAS ins Leben gerufen. Unfälle sollen vermieden, arbeitsbedingte Erkrankungen verhindert, Arbeitsplätze gesundheitsförderlich gestaltet werden. Genau dabei unterstützen die zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EFAS den „Arbeitgeber Kirche“.

Zum Organigramm der EFAS

Ein weiteres wichtiges Ziel der EFAS ist die Sensibilisierung der Arbeitgeber und Mitarbeitenden für die Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Dabei fungiert auch die Mitarbeitervertretung, der „Betriebsrat“ in der evangelischen Kirche, als tragender Multiplikator und Partner. Die Mitarbeitervertretung ist dazu berechtigt, aktiv an der Ausgestaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes mitzuwirken. Die EFAS berät sowohl den Arbeitgeber als auch die Mitarbeitervertretung.

Mitarbeiterzufriedenheit fängt bei den Bedürfnissen jedes einzelnen an. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz zielt nicht nur darauf ab Gefährdungen zu erkennen und Unfälle zu vermeiden, sondern auch Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu fördern. Ein wichtiges Ziel der EFAS stellt die Sensibilisierung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer dar. Nur wer sich den Herausforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bewusst ist, kann Arbeitsalltag und -umfeld aktiv gestalten. Eine große Rolle spielt dabei die Prävention. Jeder soll so vorausschauend handeln (können), dass Unfälle verhindert werden.

Rechtliche Grundlage und Ziele

Stellvertretend für ihre 20 Gliedkirchen hat die EKD in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern (VBG, BGW und SVLFG) bereits 1997 ein Konzept für den Arbeits- und Gesundheitsschutz entwickelt. Damit wurde der Rahmen für Arbeits- und Gesundheitsschutz in einem kirchenspezifischen Arbeitsumfeld geschaffen. Diesen aktiv auszugestalten und stetig zu verbessern, steht im Fokus der Arbeit der EFAS.

Die Ziele der Vereinbarung von Landeskirchen und EKD und damit der EFAS sind

  • die Sicherstellung eines hohen Niveaus des Arbeits- und Gesundheitsschutzes,
  • die Beratung von Entscheidungsträgern im kirchlichen Umfeld zu sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Fragestellungen
  • sowie die Unterstützung der Landeskirchen bei der Umsetzung des Konzeptes.

Arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz lässt sich in zwei Bereiche gliedern: die sicherheitstechnische und die arbeitsmedizinische Beratung und Betreuung.

Für jede Landeskirche übernimmt ein Koordinator bzw. eine Koordinatorin die Organisation der sicherheitstechnischen Betreuung. Er sorgt dafür, dass die Kirchengemeinden zum Arbeits- und Gesundheitsschutz beraten werden und fungiert als Schnittstelle zwischen der EFAS und den Landeskirchen. Je nach Größe der Landeskirche unterstützen Ortskräfte den Koordinator bei der Umsetzung. Sie beraten beispielsweise die Gemeinden bei Fragen zum Brandschutz und geben Empfehlungen zu sicherheitstechnischen Aspekten ab. Aktuell arbeiten bundesweit mit den 24 Koordinatoren und Koordinatorinnen fast 200 Ortskräfte an den Zielen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Um das nötige Expertenwissen zur arbeitsmedizinischen Beratung sicherzustellen, ist eine Fachärztin für Arbeitsmedizin Teil des EFAS-Teams. Auch für den arbeitsmedizinischen Bereich steht jeder Landeskirche ein Koordinator bzw. eine Koordinatorin beratend zur Seite. Da die Kirche aus vielen kleinen „Betrieben“ besteht, sorgt ein externer Dienstleister (BAD GmbH) bundesweit für die arbeitsmedizinische Versorgung. Ob Belastungen des Rückens, Infektionsgefährdungen oder die Untersuchung der Sehfähigkeit – im Aufgabenkatalog der Betriebsärztinnen und Betriebsärzte finden sich die Aspekte, die Einfluss auf die Gesundheit im Arbeitsalltag nehmen können.

Darüber hinaus berät der Beirat der EFAS die Fachstelle und gibt Impulse. Die zehn Mitglieder – vier Vertreterinnen und Vertreter der Gliedkirchen, der Mitarbeiterschaft, sowie zwei Expertinnen des Arbeitsschutzes – treffen sich zweimal im Jahr.

Die Mitglieder des Beirats des EFAS

Beirat 2017


Dr. med. Stefan Baars

Bestellt als Experte für Arbeitsschutz
Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hannover, Hannover

Brigitte Bruns

Bestellt als Vertreterin der Mitarbeiterschaft
Mitarbeitervertretung des Kirchenamts der EKD, Hannover

Dirk Heuing

Vorsitzender des Beirats
Bestellt als Vertreter der Landeskirchen
Evangelische Kirche von Westfalen, Landeskirchenamt, Bielefeld

Christiane Hildebrand

Bestellt als Vertreterin der Mitarbeiterschaft
HMAV der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schles. Oberlausitz, Berlin

Beate Kaiser-Torolsan

Bestellt als Vertreterin der Landeskirchen
Evangelische Landeskirche in Württemberg, Evangelischer Oberkirchenrat, Stuttgart

Holger Mielich

Bestellt als Vertreter der Mitarbeiterschaft
Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweigs, Wolfenbüttel

Birgit Nerenz

Bestellt als Vertreterin der Landeskirchen.
Evangelische Kirche im Rheinland, Landeskirchenamt, Düsseldorf

Anna Maria Rommelfanger

Bestellt als Expertin Arbeitsschutz
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, Wiesbaden

Christian Vollbrecht

Bestellt als Vertreter der Landeskirchen
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland, Landeskirchenamt, Erfurt

Siegfried Wulf

Stellvertretender Vorsitzender des Beirats
Bestellt als Vertreter der Mitarbeiterschaft
Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Hameln

 
 

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